Der Rote

Buchumschlag: Das Ölschieferskelett
Der Rote
Roman, 544 Seiten
marebuchverlag, Hamburg 2007

Rezensionen

Die WeltBerliner ZeitungGreenpeace Magazin

Die Welt vom 8.9.2007

Der rote Killer aus den Tiefen der See
Der 1953 geborene Biologe Bernhard Kegel hat schon mit Romanen wie "Wenzels Pilz" und "Das Ölschieferskelett" bewiesen, dass er der deutsche Michael Crichton ist, der die neuesten Entdeckungen der Wissenschaft mit spannenden und humorvollen Geschichten zu verbinden weiß. "Der Rote" ist sein Meisterwerk.

So spannend und so lehrreich wie "Der Schwarm": Bernhard Kegels maritimer Endzeit-Roman "Der Rote" mischt meisterhaft Fakt und Fiktion. Ein deutscher Wissenschaftler macht sich auf die Suche nach einem sagenhaften Ungeheuer – und wird in der Tiefsee fündig.

von Ulrich Baron

Es tut sich was, tief im Meer vor Neuseeland. Auf dem Katamaran „Maui“ schippern Dutzende zahlender Walbeobachter dem größten Erlebnis ihres Lebens entgegen. Noch ahnen sie nicht, was ihnen bevorsteht.
Auf dem Forschungsschiff „Warrior“ lauscht derweil die Doktorandin Barbara, was sich die jungen Pottwalbullen unter ihr zu sagen haben.Viel ist es nicht. „Klick!“ tönt es von Zeit zu Zeit aus den Lautsprechern. Und dann wieder: „Klick!“

Manchmal schnappt die Beute den Wal
Das wäre so packend wie Kühe im Dunklen beim Muhen zu belauschen, wenn da nicht diese Vorstellung wäre – von tonnenschweren Körpern auf dem Weg in die Tiefe, Hunderte von Metern in einen Meerescanyon hinab, der hier unmittelbar vor der Küste liegt.
Hunderte von Metern? Tausend Meter? Irgendwo da unten schwimmt das Futter der Pottwale. Anders als die Bartenwale, die das Meer mit den gigantischen Schöpfsieben ihrer Mäuler regelrecht abweiden, sind sie echte Raubtiere. Irgendwo dort unten werden sich unter ihren riesigen Köpfen enorme Mäuler öffnen, werden zahnbewehrte Unterkiefer wie Ladeluken herabklappen, um nach Nahrung zu schnappen. Doch manchmal schnappt die Nahrung zurück. Und manchmal ist sie selbst für einen Pottwal fast zu groß. Fast?

Etwas sehr Großes taucht auf

Noch ist kein Tauchboot in der Lage, den Pottwalen bei ihrer Jagd zu folgen, deren Tauchgänge sich bis zu einer Stunde hinziehen. Doch man weiß, dass Kalmare zu ihrer Leibspeise zählen, große Kalmare mit faustgroßen Augen und meterlangen Tentakeln – je länger desto lieber.
Es ist eine Jagd im Dunkeln, wo bisweilen geisterhafte Lichter aufleuchten. Kalmare sind Meister der Bioluminiszenz. Mit ihren Photophoren genannten Leuchtkörpern stellen manche von ihnen jeden Christbaum in den Schatten. Aber weit dringt dieses Leuchten nicht. Und aus dem Dunkel kann jederzeit ein gewaltiges Maul auf sie zuschießen. Dann erlischt mit dem Lebenslicht auch das Leuchten der Kalmare.
Nur das Klicken der Pottwale zeigt an, dass dort unten etwas jagt, auf dessen Auftauchen und Atemholen die Touristen an Bord der „Maui“ sehnsüchtig warten. Nur dieses Klicken hört man von ihnen. An diesem Tag wird es schlagartig verstummen. Und aus dem stillen Ozean wird etwas auftauchen, was die Welt noch nicht gesehen hat. Noch nicht in dieser Größe. Noch nicht aus solcher Nähe. Doch zunächst sieht man nur Teile und auch die nur flüchtig.

Warum blutet der Wal?
Endlich sind die Wale nahe bei der „Maui“ aufgetaucht. Jetzt klicken die Kameras, und selbst der Biologe Hermann Pauli lässt sich von der Begeisterung anstecken. Dabei hatte er sich eben noch darüber geärgert, hier nicht als aktiver Forscher, sondern als zahlender Zuschauer dabei zu sein.
Sein Leben steht auf der Kippe, nachdem seine Frau an Krebs gestorben ist. Er hatte sich für ein Forschungssemester nach Australien geflüchtet, um sich dann vor seiner Rückkehr nach Kiel noch für einige Wochen an der Küste Neuseelands in einem Campingbus zu verkriechen. An diesem Tag aber wird alles eine neue Wendung nehmen.
„Papa, warum hat der Wal geblutet?“ fragt ein kleines Mädchen, als das Schauspiel vorbei ist. Ihr Vater hat nichts bemerkt, aber Pauli hat es auch gesehen. Und noch etwas anderes ist ihm aufgefallen: „Als eine Welle den Walkörper nach oben beförderte und für wenige Sekunden einen Teil der rechten Körperseite freilegte, hat er unterhalb der Wunde ein längliches geschwulstartiges Gebilde gesehen, das wie ein riesiger Blutegel an der Körperwand klebte.“

Ein Tsunami rast auf das Boot zu
Viel Zeit, um darüber nachzudenken, bleibt ihm nicht, denn an diesem Tag liefern nicht die Wale den Höhepunkt der Vorstellung. Irritiert schaut der Wissenschaftler auf einige Dreckschlieren im Wasser, die sich immer weiter ausbreiten. Was immer da auch hochkocht, es ist schneller als ihr Schiff: „Drei, vier Seemeilen voraus explodierte die See. Irgendetwas schien mit großer Gewalt aus der Tiefe aufzusteigen und die Wasseroberfläche in wilde, chaotische Bewegung zu versetzen.“

Als das Meer zu kochen beginnt, bricht an Bord Panik aus, und nur Pauli, der mit seinem Leben nichts mehr anzufangen weiß, beobachtet fasziniert die Geburt eines Tsunamis: „Einen Moment schien es, als wollte sich das Meer zurückziehen, für Sekunden glaubte Herrmann, eine flache Mulde im Wasser zu sehen, die alles in sich hineinzog. Dann wurde aus der konkaven Form eine konvexe. Es geschah alles wie in Zeitlupe. Eine gigantische Wasserblase wölbte sich auf, platzte und entlud sich mit einem Donner.“
Gerade hatte der Kapitän der „Maui“ noch gesagt, dass der Katamaran unsinkbar sei, doch wen könnte das beruhigen, wenn eine haushohe Wasserwand mit einhundertfünfzig Stundenkilometern auf sein Boot und die Küste zurast?

Ein höllisches Seemansgrab
Richtig spannend aber wird es für Hermann Pauli erst einige Tage später, und das liegt daran, dass sein Fachkollege Bernhard Kegel zwar durchaus so packend schreiben kann wie ein Frank Schätzing, aber bei allem Suspense doch Wissenschaftler bleibt. Der Tsunami ist hier keine rächende Nemesis, die eine obskure Schwarmintelligenz gegen uns Umweltsünder losgetreten hat. Er ist nur ein leichtes Zucken, mit dem eine gleichgültige Natur eine Postkartenidylle beiseite wischt.
Er ist eine jener Launen des Schicksals, die den einen treffen und den anderen verschonen, wie der Krebs, der Pauli zum Witwer gemacht hat. Doch so viel ihm das Leben genommen hat, so viel gibt es nun inmitten von Trümmern und Schlamm auch preis.
Während „Maui“ und „Warrior“ der Riesenwelle zu entkommen suchen, erforscht weit von der Küste entfernt die „Otago“ eine Reihe von unterseeischen Bergen: „Wie Grabsteine eines Friedhofs aus mythischer Vorzeit ragten die Erhebungen aus dem Meeresboden. Jemand mit einer Vorliebe für Horrorfilme hatte sie Graveyard, Zombie, Gothic, Diabolical und Vampire genannt, eine Gegend wie geschaffen für ein tiefes Seemannsgrab.“

Bestialisch stinkendes Strandgut
Hier zieht der neuseeländische Kalmarspezialist Ray Holmes spektakuläre Kopffüßer gleich reihenweise aus den Fangnetzen. Rays reales Vorbild ist der neuseeländische Biologe Steve O’Shea, der die Welt und seine Universitätskollegen immer wieder mit gewaltigen und gewaltig riechenden Kalmarkadavern in Erstaunen setzt. Gerade hat er zwei riesige Kraken gefangen. Aber bei ihrer Fahrt sehen er und seine Kollegen auch die Folgen des Schleppnetzfanges in Hunderten von Metern Tiefe, die immer mehr Fischpopulationen an den Rand des Zusammenbruchs bringen.

Was die Menschen am Graveyard-Komplex anrichten, ist ihnen an Land nun selbst widerfahren. Ihre Welt liegt in Trümmern. Heil ans Land und in seinen Camper zurückgekehrt, hat Pauli das Gefühl, „dass er neben einem Friedhof frühstückte“, doch nur einen Steinwurf entfernt wartet schon das Paradies auf ihn. Dessen Engel haben zwar auch manchmal Flügel, doch sie riechen bestialisch: „Das war ein Anblick, den ich mein Lebtag nicht vergessen werde“, hatte der alte Seemanns Sandy über das seltsame Strandgut gesagt: „Einige haben noch im Sterben mit ihren widerlichen Tentakeln herumgefingert. Echte Ausgeburten der Hölle sind das, manche so groß wie ein Auto.“

Schenkeldicke Tentakel
Der Erdrutsch hat nicht nur eine Flutwelle ausgelöst, sondern auch ungezählte Tiefseekalmare an die Oberfläche gespült. Da sind sie nun schon gestrandet, und ihre Lebenslichter verblassen: „Die Kleinsten waren so groß wie Salatgurken, die Mehrzahl hatte das Format einer gutgefüllten Schultüte, aber dann entdeckte er einen wahren Riesen mit zentimeterlangen Haken an den Saugnäpfen, der aus der Entfernung unter Scharen von Vögeln kaum zu erkennen war.“
Pauli ist selig. Lange starrt er in die von den Vögeln leer gefressenen, kindskopfgroßen Augenhöhlen und auf die schenkeldicken Tentakel. Und er denkt an jenen seltsamen Auswuchs am Körper des jungen Pottwals. Dann packt ihn sein Forscherdrang, denn „hier am Strand lag eine wissenschaftliche Sensation ersten Ranges, eine Kollektion, die die Ausbeute jeder teuren Tiefsee-Expedition weit in den Schatten stellte“. Doch dieser Schatz hat schon zu verwesen begonnen.
Wenig später sieht sich der Apotheker von Pekata Beach einem hektischen, unrasierten Mann von strengem Geruch gegenüber, der medizinischen Alkohol begehrt. Am liebsten gleich einige Hektoliter. Und Gefäße mit Schnappverschlüssen, so groß wie – „ein Sarg?“ fragt der Apotheker. Das Lächeln ist ihm inzwischen vergangen, und am nächsten Tag steht ein Polizist vor Paulis Camper, in dem sich inzwischen präparierte Kalmare stapeln.

Kegel verbindet Fakten mit Fiktion
Doch das sind Zwerge, verglichen mit dem, was noch im Wasser lauert. Ein junger Pottwal, der sterbend ans Ufer gespült wird, trägt dessen Spuren. Er „war furchtbar entstellt. Sein Unterkiefer hing in einem rechten Winkel zum Körper wie ein loses Brett schlaff herunter, und mitten aus dem weit offen stehenden Rachen quoll ein blutroter Klumpen Fleisch: die Zunge.“
Es gibt nur ein Tier, dem man so etwas zutrauen würde, den gewaltigen Kolosskalmar Mesonychoteuthis hamiltoni, dessen papageienartiger Schnabel so groß ist wie zwei Männerhände und dessen Fangarme und Tentakel mit langen Krallen bewehrt sind. Nur werden selbst die nicht so groß wie das wundersame Wesen, das Hermann Pauli bald wegen seiner leuchtenden Haut „den Roten“ nennen wird.
Der 1953 geborene Biologe Bernhard Kegel hat schon mit Romanen wie „Wenzels Pilz“ und „Das Ölschieferskelett“ bewiesen, dass er der deutsche Michael Crichton ist, der die neuesten Entdeckungen der Wissenschaft mit spannenden und humorvollen Geschichten zu verbinden weiß. „Der Rote“ ist sein Meisterwerk, denn Kegel versteht es hier besonders gut die Erwartungen der Leser zu befriedigen, ohne die Wissenschaft zu verraten.<br>

Der Mythos des "Killerkraken"

Size does matter“ – diese deprimierende Erkenntnis müssen viele Wissenschaftler machen, deren Forschungsobjekte nicht so groß wie ein Wal oder so spektakulär wie ein Riesenkalmar sind. Kegel unterläuft diesen Größenwahn ironisch, indem er ihn sich pädagogisch nutzbar macht. Je mehr man vom Roten zu sehen bekommt, je mehr seine wahre Größe erkennbar wird, desto mehr hat man dann schon über seine vielfältige Verwandtschaft und deren Tiefseewelt erfahren.
Während die Medien ihn terminologisch als „Killerkraken“ misshandeln und als mörderisches Monster darstellen, betreibt der Roman seine Entdämonisierung. Und am Ende erhält das Rätsel des Roten eine erstaunliche Lösung.
Doch der Rote ist eigentlich nur der Köder, der auf eine Gedankenreise ans andere Ende der Welt lockt, wo fragile und trotz ihrer Größe hochsensible Meereswesen die nächtliche See zum Leuchten bringen. Und „Der Rote“ ist nicht nur Wissenschafts-, sondern auch Schicksalsroman seines Helden: „Wie eine Welle breitete sich das Leuchten über die ganze Bucht aus. Aus einem chaotischen Rhythmus formte sich ein gleichförmiges, synchrones An und Aus. Die Lichter fanden zusammen, und in weitem Umkreis schien das Wasser zartblau zu pulsieren.“
Es ist das Leben selbst, das den todtraurigen Lebenswissenschaftler Hermann Pauli hier zu sich zurücklockt.

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Berliner Zeitung vom 25.10.2007

Mein Freund, der Riesenkrake
Der Roman ist eine Art Riesenkrake, der uns mit seinen Exkurs-Tentakeln und emotionalen Saugnäpfen sofort gefangen nimmt. Kegels "Roter" leuchtet so aus sich heraus, dass man am Ende die monströsen Weichtiere, die Wale anknabbern und Wissenschaftler zu Hyänen machen können, fast kraulen möchte.

von Martin Halter

Sepien, Kraken, Kalmare: Auch wenn manche Kopffüßler in der ewigen Dunkelheit leuchten wie ein Feuerwerk und intelligenter als ein Haushund sind, will man eigentlich gar nicht so genau wissen, was da in den tiefsten Tiefseegräben vor Neuseeland herumschwimmt, als Nahrung für Pottwale, Treibstoff für menschliche Urängste und Mythen und eines der letzten Geheimnisse der Meeresbiologie.

Wenn einer uns die wunderbare Welt der Cephalopoden näher bringen kann, dann ist es der Biologe Bernhard Kegel, der sich mit Wissenschaftsthrillern wie "Wenzels Pilz" oder "Das Ölschieferskelett" einen Namen als "deutscher Michael Crichton" gemacht hat. "Der Rote" ist nicht nur vom Umfang her sein bislang stärkstes Werk. Der Roman ist eine Art Riesenkrake, der uns mit seinen Exkurs-Tentakeln und emotionalen Saugnäpfen sofort gefangen nimmt.

Ähnlich wie in Frank Schätzings "Schwarm" gibt es beunruhigende Zusammenhänge zwischen menschlicher Hybris, Naturkatastrophen und Verhaltensänderungen in der Tiefseefauna. Aber wenn hier Pottwale ab- und leuchtende Kolosse auftauchen, ist es nicht die Rache einer denkenden Natur, sondern Resultat von Seebeben und Tsunamis, Überfischung und Tourismus. So viel Rationalität ist vielleicht nicht so aufregend wie Schätzings außerirdische Schwarmintelligenz, aber logisch und ökologisch plausibler, und mindestens ebenso spannend.

Mit viel Geduld und Fachwissen verknüpft Kegel Fiktion (einschließlich komischer Einlagen und einer zarten Liebesgeschichte) mit harten ozeanografischen, zoologischen, geologischen und umweltpolitischen Fakten. Wie in Melvilles "Moby Dick" erfahren wir fast alles über Blas und Fluke, Kommunikation und Wanderungsbewegung der Wale oder die "parasitische Kastration" der Kalmare. Kegels Figuren sind eher Typen als Individuen, aber doch mehr als Pappkameraden: Barbara, die mit den Walen ihre Karriere davonschwimmen sieht; der deutsche Kalmar-Spezialist Hermann Pauli, der, gerade verwitwet und orientierungslos, eher zufällig vor Ort ist; sein neuseeländischer Kollege Ray Holmes, der sich nicht von einem dahergelaufenen Kongresstouristen düpieren lassen will; der alte Walfänger, der noch einmal Morgenluft wittert; der skrupellose Tierfilmer, der die Sensation weltweit vermarkten will. Kegel macht keinen Hehl daraus, dass ihm die Kreatur näher steht als ihre Jäger und Sammler; aber er dämonisiert die verrückten Wissenschaftler so wenig wie die "Tiefseeungeheuer", die einst ins Seemannsgarn gingen und heute in die Fangnetze von Medien und schwimmenden Fischfabriken gehen.

Kaum etwas ist erfunden: Es gibt die "Moby-Klick"-Lauscher vor Kaikoura, die bizarren Tarnmanöver und Balztänze der Kolosskalmare (mesonychoteuthis hamiltoni), und Holmes, der besessene "Mr. Architeuthis", heißt in Wirklichkeit Steve O' Shea. Nur in einem Punkt ließ Kegel seiner Fantasie - und wohl auch Sympathie - freien Lauf: Das synchrone Leuchten ganzer Kopffüßlerherden wurde bisher noch nicht beobachtet. Kegels "Roter" aber leuchtet so aus sich heraus, dass man am Ende die monströsen Weichtiere, die Wale anknabbern und Wissenschaftler zu Hyänen machen können, fast kraulen möchte.

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Greenpeace Magazin 10.2007

Der Biologe Bernhard Kegel hat nicht nur einen packenden Thriller geschrieben, sondern zugleich ein Plädoyer für den Schutz der Tiefsee und ihrer Kreaturen.

Eine mysteriöse Flutwelle vor Neuseeland spült Schwärme von Tiefseelebewesen an die Meeresoberfläche - darunter Geschöpfe, deren Existenz sich Menschen zuvor nicht einmal hätten vorstellen können. Dem Kalmarforscher Hermann Pauli, eigentlich als Tourist unterwegs, eröffnet die Naturkatastrophe ein wissenschaftliches El Dorado. Doch für die Küstenbewohner haben nur jene Meerestiere eine Existenzberechtigung, die kommerziellen Nutzen versprechen. Kann Pauli den "Roten" retten? Der Biologe Bernhard Kegel hat nicht nur einen packenden Thriller geschrieben, sondern zugleich ein Plädoyer für den Schutz der Tiefsee und ihrer Kreaturen.

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